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  <title><![CDATA[Hackety hack hack]]></title>
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  <updated>2012-02-16T23:01:50+01:00</updated>
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    <name><![CDATA[Jens Ohlig]]></name>
    
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    <title type="html"><![CDATA[Sneak preview]]></title>
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    <updated>2012-02-16T22:57:00+01:00</updated>
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    <content type="html"><![CDATA[<p><img src="http://f.cl.ly/items/0u3e0K2Z2Z1W2y0W2I2y/IMG_20120216_222331.jpg" title="Dinge, die ihren Schatten voraus werfen" ></p>

<p>Gerade lese ich ein bisschen, weil Dinge ihren Schatten vorauswerfen.</p>
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    <title type="html"><![CDATA[2012: Schreckensvision einer fernen Zukunft]]></title>
    <link href="http://johl.github.com/blog/2012/01/17/schreckensvision/"/>
    <updated>2012-01-17T07:44:00+01:00</updated>
    <id>http://johl.github.com/blog/2012/01/17/schreckensvision</id>
    <content type="html"><![CDATA[<p><em>Der folgende Bericht mag schockieren, doch er basiert auf Tatsachen. Alle mit Anführungszeichen und Seitenzahlen gekennzeichneten Zitate stammen aus dem Buch &#8220;Vorsicht Volkszählung! Erfaßt, vernetzt und ausgezählt.&#8221; herausgegeben von Roland Appel und <strike>Rainer Osnowski</strike> Dieter Hummel, erschienen im Kölner Volksblatt Verlag 1987</em></p>

<p>Äußerlich hat sich die Welt in den letzten 25 Jahren nicht stark verändert. Noch immer ist die Welt in zwei Machtblöcke gespalten, der Osten unter Führung der Sowjetunion, die von Generalsekretär Gorbatschow mit eiserner Faust geführt wird auf der einen Seite und der uns bekannte Westen, in dem sich die Bundesrepublik wirtschaftlich und politisch an den USA orientiert. Abgeschlagen und ökonomisch bedeutungslos liegen dahinter die Staaten, die sich zu keinem der beiden Blöcke bekennen und mehrheitlich der sogenannten &#8220;Dritten Welt&#8221; zuzuordnen sind, etwa die Länder Afrikas oder China.</p>

<p>Aber wenn ein Zeitreisender aus dem Jahr 1987 unsere Welt heute betreten würde, es würde ihm schwerfallen, das wieder zu erkennen, was seinerzeit als der &#8220;freie Westen&#8221; bezeichnet wurde. &#8220;Erfaßt, vernetzt und ausgezählt&#8221; fristen die meisten Menschen im westlichen Teil Deutschlands ihr Dasein. &#8221;<em>Die Informations- und Kommunikationstechniken – also Computertechnik, Mikro- und Optoelektronik, Robotertechnik, Telekommunikationstechniken usw. – geben die Möglichkeiten, eine allgegenwärtige Infrastruktur zur Erfassung, Speicherung, Verarbeitung und Weiterleitung von Informationen zu schaffen.</em>&#8221; (S. 208). &#8221;<em>Besondere Aufmerksamkeit verdient der Charakter der I&amp;K-Techniken als universeller Kontrolltechnik.</em>&#8221; (S. 209).</p>

<p><span class='pullquote-right' data-pullquote='Derzeit ist dabei weder die Funktionssicherheit gewährleistet, noch Datenmißbrauch auszuschließen, da mit der Möglichkeit, innerhalb kürzester Zeit Millionen von Daten übertragen zu können, die Fähigkeit zum Datenschutz sinkt.'>
Wie konnte es zu diesem Überwachungsstaat von Orwellschem Format kommen? Der Anfang war, wie so oft, harmlos, auch wenn es 1987 schon erste besonnene Mahner gab. Die Verdatung kam auf leisen Sohlen unter dem Namen ISDN über uns. Damals warnten Kritiker: &#8221;<em>Hinter der Abkürzung verbirgt sich &#8220;Integrated Services Data Network&#8221; – also ein verschiedene Dienste integrierendes, digitalisiertes Datennetz. Landläufig das, was eines Tages das Glasfasernetz für alle darstellen soll. Bei diesem Übertragungssystem werden gesprochene Worte wie Computerdaten in binäre (+, -) Impulse zerlegt und übermittelt. Derzeit ist dabei weder die Funktionssicherheit gewährleistet, noch Datenmißbrauch auszuschließen, da mit der Möglichkeit, innerhalb kürzester Zeit Millionen von Daten übertragen zu können, die Fähigkeit zum Datenschutz sinkt.</em>&#8221; (S. 189)
</span></p>

<p>Das zweite Standbein des Überwachungsstaates ist — ganz wie bei Orwell — der Fernsehschirm des Großen Bruders: &#8221;<em>Die derzeitige Bundesregierung hat es sich zum Ziel gesetzt, allen Bundesbürger/innen in möglichst kurzer Frist ein neues Kabelnetz in die Wohnung zu legen. Was derzeit unter dem zynischen Werbeslogan &#8216;mehr erleben&#8217; angepriesen wird, ist die Vorstufe eines Gesamtsystems, dessen Erprobung noch aussteht, für das die Hersteller von Datenverarbeitungsmaschinen sich jedoch mit dem Deutschen Bundestag ein besonders exklusives Experimentierfeld geschaffen haben.</em>&#8221; (S. 190)</p>

<p>Geradzu blind rannte die Gesellschaft vor 25 Jahren in ihr Verderben, als sie die offensichtlichen Parallelen zwischen Atomkraft und digitaler Übertragung von Sprache nicht erkannte, obwohl beispielsweise Robert Jungk vor dem &#8220;Atomstaatsyndrom&#8221; bei der I&amp;K-Technik warnte: &#8221;<em>Eine so riskante Technik wie die AKW-Technik, bzw. die auf ihrer Grundlage aufgebauten Betriebe kann der Staat ebenso wenig einfach in der Gegend herumstehen lasssen wie die Einrichtungen der I&amp;K-Techniken, von denen die Gesellschaft in wachsendem Maße abhängig wird.</em>&#8221; (S. 213)</p>

<p>Seufzend fragen wir uns im Jahr 2012, ob wir es denn hätten verhindern können. Wieder einmal hätte der Lauf der Geschichte gestoppt werden können, wenn nicht einzelne Profiteure der Verdatung vorgeprescht wären oder zumindest rechtzeitig gestoppt worden wären, bevor sie ihr Unheil anrichten konnten. Doch wir alle hatten die Heuschrecken des Überwachungsstaates unterschätzt, die die Einführung von IuK-Techniken in allen gesellschaftlichen Bereichen der Bundesrepublik um jeden Preis ergaunern wollten: &#8221;<em>Nur so bekommt es auch einen Sinn, daß die CDU-Fraktion mit der Anschaffung von 150 Wang-Computern im Herbst 1986 bereits irreversible Fakten geschaffen hat.</em>&#8221; (S. 189) Und nicht nur aus dem bürgerlichen Lager kamen die Überwacher, der Verrat kam direkt aus dem Herzen der aufgeklärten Linken, die immerhin eine Unterkommission zur Erprobung und Einführung &#8220;neuer Informations- und Telekommunikationstechnologien&#8221; im Parlament installieren konnte, wenn sich dies jedoch als bitterster Pyrrhussieg von allen herausstellte und den Überwachungsstaat seinerzeit besiegelte: &#8221;<em>Vorsitzende ist die vom Spiegel ehemals als &#8216;links&#8217; eingeordnete SPD-Abgeordnete Sigrid Skarpelis-Sperk, die sich bereits 1980 bei ihrem Einzug ins &#8216;Hohe Haus&#8217; damit hervortat, daß sie erst einmal &#8216;auf eigene Kosten&#8217; ihr Büro mit einem Schreibcomputer ausstattete.</em>&#8221; (S.188)</p>
]]></content>
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    <title type="html"><![CDATA[Resteessen vom 28C3]]></title>
    <link href="http://johl.github.com/blog/2012/01/03/28c3/"/>
    <updated>2012-01-03T02:04:00+01:00</updated>
    <id>http://johl.github.com/blog/2012/01/03/28c3</id>
    <content type="html"><![CDATA[<p>Ich wünschte, ich könnte mehr zum <a href="http://events.ccc.de/congress/2011/wiki/Welcome">28C3</a> sagen, aber dazu müsste ich meine Gedanken erstmal ordnen. Immerhin kann ich überhaupt wieder etwas sagen und bin nicht mehr abgetaucht im Strudel der Ereignisse. Hier ein paar wirklich grobe Gedankensplitter:</p>

<ul>
<li><p>Beim Anschauen des Panels <a href="http://www.youtube.com/watch?v=QnfOOoTOrDE">&#8220;Geeks and Depression&#8221;</a> habe ich viel gedacht, auch viel, was zu persönlich ist, aber eine Idee möchte ich dann doch teilen: Sollte es irgendwann einmal eine <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Parteinahe_Stiftung">parteinahe Stiftung</a> der Piratenpartei geben, soll sie bitte &#8221;<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Florian_Hufsky">Florian Hufsky</a> Stiftung&#8221; heissen.</p></li>
<li><p>Jaja, <a href="https://twitter.com/#!/map/statuses/151790287600091136">&#8220;#28c3 - The only place in the known universe where bitcoin is still relevant.&#8221;</a> — dafür gab es dann aber doch einige Talks zu dem Thema. Und bei mir im Kopf entstand die Idee, ob man ein <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Mixmaster-Remailer">Mixmaster</a>-System aufbauen könnte, in das man BitCoin einzahlt und das dann anonymisiert und verteilt über verschiedene PayPal-Accounts und Kreditkarten gestückelt das Geld an einem anderen Ende wieder auszahlt. Ist das überhaupt legal oder Geldwäsche? Und ist das wichtig, darüber nachzudenken oder typisch deutsch?</p></li>
<li><p>Die <a href="http://lanyrd.com/2011/spack0/">Spackeriade</a> war großartig, nur ein Talk war ein bisschen schwach, der Rest hat mich inspiriert. Eine längere Veranstaltung, vielleicht in Form eines Post-Privacy-Camps, fände ich nicht falsch.</p></li>
<li><p><a href="https://r0ket.badge.events.ccc.de/">r0ket</a>. Damit muss ich in Zukunft noch viel mehr basteln. Und um sie auf dem Mac zu flashen braucht man kein Ubuntu in einer VM, <a href="https://github.com/Lotterleben/dinge">dank Lotterleben</a>.</p></li>
</ul>

]]></content>
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    <title type="html"><![CDATA[Roböxtica 2011: All filled up by machines of loving grace]]></title>
    <link href="http://johl.github.com/blog/2011/12/11/roboexotica-2011/"/>
    <updated>2011-12-11T16:43:00+01:00</updated>
    <id>http://johl.github.com/blog/2011/12/11/roboexotica-2011</id>
    <content type="html"><![CDATA[<blockquote><p>There are bytes in the air, and Turing machines *everywhere* .</p><footer><strong>Travis Goodspeed</strong><cite></cite></footer></blockquote>


<p>Man soll Ereignisse verbloggen, bevor es zu spät ist. Schon viel zu lange her ist mein Besuch in Wien, wo ich am 1. bis 4. Dezember 2011 an der <a href="http://www.roboexotica.org/">Roböxtica</a> teilnahm, einem u.a. von der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Monochrom_(Gruppe)">Kunst-, Theorie- und Bastelneigungsgruppe monochrom</a> veranstaltetes Festival für Cocktailrobotik:</p>

<blockquote><p><img class="imgborder" src="http://kurier.at/mmedia/medienpool/2011-12-05/957_fe3.jpg" alt="" title="Credit: Lisa Stadler"><br/><p class="bildbeschreibung">&#8220;Wien ist die Hauptstadt der Cocktail-Robotik&#8221;, verkündet Johannes Grenzfurthner (<em>Bild</em>) stolz. Er ist Teil der Künstlergruppe <strong>monochrom</strong>, die heuer wieder gemeinsam mit dem Kollektiv Shifz zur Roboexotica laden. Bei dem seit 2002 stattfindenden Festival im Kunstkontext schenken Roboter verschiedenster Art Cocktails aus.<br><br></p></p><footer><strong>&#8220;Kurier.at Festival: Cocktail-Robotik & Palatschinken&#8221;</strong><cite><a href='http://kurier.at/kult/4451664-festival-cocktail-robotik-amp-palatschinken.php'>kurier.at/kult/&hellip;</a></cite></footer></blockquote>


<p>Drei Tage Trinken und Theorie mit Robotern (u.a. war ich auf einem eher spontan organisierten Panel zum Thema &#8220;Out of Control&#8221;) zehrten ganz schön an der Substanz, aber das Erlebnis war wunderschön. Wäre ich nicht selbst da gewesen, ich wäre neidisch auf mich.</p>

<p>Mein eigenes Projekt hieß &#8221;<strong>PrecariBot: A Twittering Tip Jar in
Times of Precarious Work</strong>&#8221;:</p>

<p><img class="left" src="http://f.cl.ly/items/443Y0q3k2Y200D3d1Z0g/picplz%202011-12-01%2018.28.09.png" width="400" height="400" title="PrecariBot" ></p>

<blockquote><p>Precariedad. Precariedade. Précarité. Precarietà. Prekariat. Precarity. Non- standard employment which is poorly paid, insecure, unprotected, and cannot support a household is on the rise in Europe, especially in the service industry. While drink-mixing robots and machines represent the fun side of Post-Fordism in bars, let’s talk about money here.</p><p>The PrecariBot is a simple, Arduino-based tip jar. Customers, probably “first- stage gentrifiers” in the neighborhood of the bar, possessing the relevant cultural capital and smart phones, get lured in by the technological novelty of tipping using a QR code and the peer-to-peer currency of Bitcoin. The tip jar will spread messages of precarious work on Twitter with every tip received. At the end of the month, those registered as precarious workers with the tip jar get an e-mail message that asks them to organize and redistribute the acquired wealth.</p></blockquote>


<p>Das twitternde Trinkgeldglas, das Bitcoins entgegennimmt und prekäre Arbeit thematisiert, war eher ein Prototyp — auch wenn alles funktionierte und zweimal auch von mir Unbekannten Besucherinnen oder Besuchern der Ausstellung Geld &#8220;eingeworfen&#8221; wurde. Ich will aber in den nächsten Wochen daran arbeiten, es tatsächlich in Cafes und Restaurants zu bringen. Dann gibt es auch den dazugehörigen Sourcecode online. Versprochen. Prost, Fordismus!</p>

<p>Ein Höhepunkt der Ausstellung war für mich neben verschiedenen Maschinen, die mehr oder weniger kompliziert Cocktails zubrereiteten oder servierten, ein Roboter, der alkoholische Crêpes herstellte — oder wie man <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Austriazismen">in der österreichischen Varietät des Deutschen</a> sagt: <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Palatschinke">Palatschinken</a>, ein Wort entlehnt aus tschechisch <em>palačinka</em> zu lateinisch <em>placenta</em> „Kuchen“. Lecker!
<img src="http://f.cl.ly/items/0c080O072w1a0g2A1d2N/IMG_20111204_172624.jpg" title="Palatschinkenroboter" ></p>
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    <title type="html"><![CDATA[Hackerbrause zum Lesen]]></title>
    <link href="http://johl.github.com/blog/2011/12/07/hackerbrause-zum-lesen/"/>
    <updated>2011-12-07T13:04:00+01:00</updated>
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    <content type="html"><![CDATA[<p>Die letzten Monate haben ihdl, yetzt und ich damit verbracht ein Buch über Hackerbrausen zu schreiben. Jetzt ist es Ende Dezember endlich soweit — gerade noch rechtzeitig für die letzten geekigen Weihnachtsgeschenke erscheint „Hackerbrause kurz&amp;geek“ im O’Reilly Verlag. Alle weiteren Infos, Vorbestellmöglichkeiten und ein Link zu einem Probekapitel findet ihr auf <a href="http://hacker.brau.se/2011/12/ab-20-dezember-2011-erhaltlich-unser-buch/">hacker.brau.se</a></p>
]]></content>
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    <title type="html"><![CDATA[Wie ich das Geld auf der Straße fand und was ich damit tat nachdem ich es gefunden hatte]]></title>
    <link href="http://johl.github.com/blog/2011/11/25/geld/"/>
    <updated>2011-11-25T13:19:00+01:00</updated>
    <id>http://johl.github.com/blog/2011/11/25/geld</id>
    <content type="html"><![CDATA[<blockquote><p>You—sitting right there, reading this article—you’re an avatar in Second Life. You work a Second Life job, earning Linden dollars. You have blue hair and a serpentine tail, and you’re dating an androgynous digital skateboarder named Rikki. Also, you are a ninja. Life is great.<br/>At least, that’s the way things were supposed to unfold. In 2006, the future was Second Life. Business Week put Second Life on the cover. American Apparel, Dell, and Reebok, among many others, rushed to build virtual storefronts. Reuters even created a full-time Second Life bureau chief. People rushed to sign up and create their own avatars. Blue hair and Linden dollars were the future.</p><p>Looking back, the future didn’t last long. By the end of 2007, Second Life was already losing its fizz. “Businesses are shuttering in Second Life, it seems, because no one is using them,” wrote Morgan Clendaniel in a brutal piece in GOOD magazine. “There were never any employees at stores like Dell and Reebok when I visited, nor were there any customers. But that wasn’t that shocking because, for the most part, there seems to be no one in Second Life at all.”<br/>Today, Second Life limps along. In the first half of 2011, the company reported that an average of about 1 million users logged in every month—which, you have to admit, is about 999,990 more than you expected. But during this same period, Facebook averaged roughly 500 million logins per month.</p><footer><strong>Dan and Chip Heath</strong><cite><a href='http://www.slate.com/articles/business/moneybox/2011/11/why_second_life_failed_how_the_milkshake_test_helps_predict_which_ultra_hyped_technology_will_succeed_and_which_won_t_.html'>Why Second Life Failed</a></cite></footer></blockquote>


<p><img class="left" src="http://f.cl.ly/items/3y2p3v2H2r1a150N2p2P/Second%20Life%20.png" title="Dumpling Gyoza" >
Etwa um 2006 habe ich auch das zweite Leben hinter mir gelassen. Das war kein bewusster Entschluss, etwa um gegen den Hype zu protestieren, der Second Life als Zukunft des Internets <a href="http://www.spiegel.de/spiegel/print/index-2007-8.html">bis auf den Titel des Spiegels</a> hochgelobt hatte, eher ein unbemerktes Ausschleichen nach einer langen Phase der Langeweile und der Frage danach, wozu Second Life eigentlich gut sein sollte. Ich hatte dort ein bisschen Go gespielt, weil ich es lustig und rekursiv fand, in einem 3D-Spiel ein etliche tausend Jahre altes Brettspiel zu spielen, ich war mit einer befreundeten Heise-Journalistin in eine Darkwave-Grufti-Disco gegangen und hatte mit dem Verkauf von Club-Mate in Second Life ein bisschen mit der spielinternen Ökonomie herumgebastelt.</p>

<p>Die meiste Zeit stand ich aber herum und war allein, denn Second Life war vor allem eins: ganz schön leer. Mein Avatar &#8220;Dumpling Gyoza&#8221; langweilte sich und mich. Ich wusste, dass die virtuelle Welt durchaus noch benutzt wurde, von Fetischfreund_innen wie <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Furry">Furries</a> oder <a href="http://www.smiki.de/Gor">Goreanern</a> als Spielplatz für Rollenspiele benutzt wurde, aber — wie man in England sagt — das war <em>not my cup of tea</em>.</p>

<p>Andererseits: Ich mag Software-Archäologie. Ich habe <a href="https://entropia.de/GPN4">2005 auf der GPN in Karlsruhe</a> <a href="https://entropia.de/GPN4:Phlog_-_Blogging_%C3%BCber_Gopher">einen kleinen Vortrag über das längst vergessene Gopher-Protokoll</a> gehalten und für das <a href="http://events.ccc.de/camp/2007/Intro/">Chaos Communication Camp 2007</a> ein <a href="http://events.ccc.de/camp/2007/interactive-fiction/">Textadventure</a> geschrieben. Ich mag es, nostalgisch auf vergessene oder obsolet gewordene Medien oder Technologien zurückzublicken. Das war Grund genug, mich nochmal in Second Life einzuloggen — nachdem ich mein vergessenes Passwort zurückgesetzt hatte und den seit etlichen Jahren nicht mehr aktualisierten Client neu heruntergeladen hatte.</p>

<p>In Second Life gibt es eine spielinterne Währung, den <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Economy_of_Second_Life">Linden Dollar (L$)</a>. Mit L$ kauft man in der Spielwelt Land oder Klamotten oder man gibt dem DJ im Club ein kleines Trinkgeld. Monatlich (oder wöchentlich, ich weiss es nicht mehr) gibt es ein kleines Taschengeld, ansonsten müssen die L$ erarbeitet werden oder gegen Währungen aus der Welt jenseits des Videoschirms gekauft werden. Beim Login war ich überrascht: Durch nur wenige Jahre des Ignorierens hatte ich ein Taschengeld von über 20000 L$ erarbeitet, sozusagen Zinsen einer negativen Aufmerksamkeitsökonomie.</p>

<p><img class="right" src="http://f.cl.ly/items/1h431q2y3n3K3l2L0V0V/img_wallet.png" title="Kapitalflucht nach Bitcoin" >
Für mich war klar, dass nur Kapitalflucht als Option in Frage kam. Aber anstatt in zukunftssichere Währungen wie griechische Drachmen zu investieren, beschloss ich mit meinem zufällig entdeckten L$-Vermögen die Kapitalflucht nach Bitcoin. In gewisser Weise ist Bitcoin der würdige Nachfolger von Second Life. Nach einem unvorstellbaren Hype in diesem Jahr, bei dem prophezeit wurde, dass die Peer-to-Peer-Währung <strong>alles</strong> umwerfen würde, brach die Aufmerksamkeit für das Projekt nach dem Crash im Juni 2011 ziemlich ein. Mit Mining oder heissen Geschäften ließ sich kein Vermögen mehr machen. Begeisterte Fan-Kids der Währung beteten zwar nach wie vor das Mantra &#8220;Jetzt ist genau die richtige Zeit, um Bitcoin zu kaufen&#8221;, aber das hatten sie auch schon gesagt, als der Bitcoin bei 30 US$ stand, dann bei 17 US$, bei 13 US$, bei 8,5 US$, bei 7 US$, bei 6,50 US$, bei 5 US$, bei 4 US$, und bei 3 US$. Irgendwann hört man nicht mehr zu. Und trotzdem: Es gibt noch Bitcoin. Nach wie vor ist es eine ziemlich ausgeklügelte kryptographische Lösung, an der sich etliche Sicherheitsexpert_innen die Zähne ausgebissen haben, ein pseudonymes Überweisungssystem für das Internet, das die PayPals der Welt schlecht aussehen lässt.</p>

<p>Wie PGP für Verschlüsselung wird es vermutlich in die Nerd-Nische verschwinden, aus der es gekommen ist, aber nicht sterben. <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Cypherpunk">Cypherpunk</a>&#8217;s not dead, <a href="http://www.wired.com/magazine/2011/11/mf_bitcoin/all/1">egal wieviele Nachrufe Wired dem Bitcoin-Hype spendiert</a>. Das neoliberal-anarchokapitalistische Gestammel von der Bitcoin-Ökonomie fand ich immer verdächtig, das technische System dahinter allerdings durchaus schlau.</p>

<p>Bei <a href="https://www.virwox.com/">VirWox</a> war es relativ problemlos möglich, L$ in Bitcoin zu tauschen. Dazu muss man seinen Avatar nur in <a href="http://slurl.com/secondlife/Frankfurt%20Skyline/144/97/21/?img=https%3A//www.virwox.com/images/virwox_logo_250x74.png&amp;title=VirWoX%20Headquarters&amp;msg=Commerzbank%20%28Frankfurt%20Skyline%29">die virtuelle Region der Frankfurt Skyline</a> teleportieren und an einem Automaten Geld einzahlen. Nachdem das Geld in Form von Bitcoin bei mir angekommen war, konnte ich mit dem ziemlich neuen, <a href="http://bitcoin.org/releases/2011/11/21/v0.5.0.html">gerade erst erschienen Bitcoin-Client</a> mein Vermögen in der <a href="https://en.bitcoin.it/wiki/Wallet">wallet.dat-Datei</a> ansehen. Nach ein bisschen Recherche im <a href="https://en.bitcoin.it/wiki/Main_Page">Bitcoin-Wiki</a> hatte ich mich dann auch in die <a href="https://en.bitcoin.it/wiki/API_reference_(JSON-RPC)">JSON-RPC-Schnittstelle</a> eingefuchst und in Ruby ein Programm zusammengehackt, <a href="https://github.com/johl/bitcoin-balance">das mir meinen aktuellen Kontostand und den momentanen Wert in Euro ausgibt</a>.</p>

<p>Es ist einer dieser  Science-Fiction-Momente, wenn ich mich ökonomisch komplett in einer anderen Sphäre bewege als die meisten Menschen dort draussen. Es ist gleichzeitig aufregend und völlig bedeutungslos für die Weltökonomie von Occupy Wallstreet bis Euro-Krise. Ich habe vermutlich richtig viel Geld bei dem Tausch verloren. Geld, das ich nie besessen habe und das auf eine gewisse Art auch nie wirklich existiert hat. Vermutlich war alles nichts weiter als eine sinnlose Kunstperformance, wie sie die von mir hochgeschätzte Kunstgruppe monochrom schon vor einiger Zeit ganz ähnlich unter dem Namen <a href="http://www.monochrom.at/tuerme-von-hanoi/">Türme von Hanoi</a> durchgeführt hatte. Aber, mal im Ernst: <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Performative_turn">Was ist heutzutage nicht Performance</a>?</p>

<p><em>Update</em>: Um die Frage zu beantworten, die mir jetzt schon mehrfach gestellt wurde: Nach dem ganzen Hin und Her mit der Teleportation von Avataren und dem Wechsel virtueller Währungen bin ich jetzt um den Gegenwert von immerhin etwa 60 Euro reicher. Ich werde bei Gelegenheit davon vermutlich unter anderem einen leckeren Burger kaufen, den ich im einzigen mir bekannten Restaurant das Bitcoin akzeptiert, dem <a href="http://www.qype.com/place/21545-Room-77-Berlin">Room 77 in Kreuzberg</a>, ganz unvirtuell geniessen werde.</p>
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    <title type="html"><![CDATA[Wen schützt der Verfassungsschutz?]]></title>
    <link href="http://johl.github.com/blog/2011/11/16/verfassungsschutz/"/>
    <updated>2011-11-16T10:15:00+01:00</updated>
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    <content type="html"><![CDATA[<p>Ich bin sauer. Ich bin hinreichend fassungslos, wenn auch leider nicht überrascht über das Ausmaß der staatlichen Unterstützung von Nazi-Terror, das nach und nach ans Licht kommt. Offensichtlich ist die Mord- und Bombenserie der letzten Jahre, die jetzt mit dem Tod von Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt  sowie der Festnahme von Beate Zschäpe in den Fokus rückt, nicht möglich gewesen ohne ein Mitwissen, möglicherweise auch eine finanzielle und logistische Unterstützung durch den Verfassungsschutz, zumindest aber eine systematische Verharmlosung von rechtem Terror über Jahre hinweg.</p>

<p>Der vom hessischen Verfassungsschutz geführte <a href="http://www.hr-online.de/website/rubriken/nachrichten/indexhessen34938.jsp?rubrik=36086&amp;key=standard_document_43146738">Mitarbeiter mit dem Spitznamen &#8220;Kleiner Adolf&#8221;</a>, der in seiner Wohnung Waffen und eine Ausgabe von Hitlers &#8220;Mein Kampf&#8221; aufbewahrte, wurde mittlerweile vom Dienst suspendiert und arbeitet jetzt an anderer Stelle in einem hessischen Regierungspräsidium. <a href="http://www.faz.net/aktuell/politik/nationalsozialistischer-untergrund-verfassungsschuetzer-womoeglich-in-doener-mord-involviert-11528741.html">Er war offensichtlich in den Mord an Haliz Yozgat involviert</a>, der Teil der Mordserie war.</p>

<p>Innenpolitiker der CDU/CSU stellen mit einem Mal erstaunt fest, dass es in Deutschland Rechtsterrorismus gibt. Für Innenminister Friedrich ist das eine ganz neue Erkenntnis, denn noch vor wenigen Tagen sah &#8221;<a href="http://www.nachrichten.de/panorama/Hans-Peter-Friedrich-Bundesministerium-des-Innern-CSU-Norwegen-Bild-am-Sonntag-cid_6843227/">Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich für Deutschland keine direkte Gefahr durch Terroranschläge von rechts. Hinweise auf rechtsterroristische Aktivitäten würde derzeit nicht vorliegen</a>&#8221;. Mittlerweile fordert Friedrich ein Zentralregister für die ihm plötzlich bekannten &#8220;gefährlichen Neonazis&#8221;, <a href="http://www.sueddeutsche.de/politik/massnahmen-gegen-braunen-terror-bundesweites-qualitaetsmanagement-fuer-v-leute-1.1190256">sein Kollege Uhl fordert reflexhaft die Einführung der Vorratsdatenspeicherung</a>. Gestärkt durch seine Kernkompetenz als Innenpolitiker weiss Uhl, dass ein NPD-Verbot nichts brächte.</p>

<p>Ein Verbot der NPD ist tatsächlich nicht die einzige Lösung im Kampf gegen den Nazi-Terror. Es wäre aber eine rasche Sofortmaßnahme, zum Beispiel um die Unterstützung der mit der NPD eng verflochtenen und vermutlich über 100 Mann starken Terrorgruppe <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Skinheads_S%C3%A4chsische_Schweiz">Skinheads Sächsische Schweiz</a>, die <a href="http://www.heise.de/tp/artikel/18/18947/1.html">trotz Verbot weiterhin aktiv</a> zu sein scheint, zu stören. Ich benutze den Begriff &#8220;Terrorgruppe&#8221; hier als wertfreie Beschreibung für eine Vereinigung, die nachgewiesenermaßen ein Waffenarsenal hortete und Todeslisten von Gegnern anlegte. Mit <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Uwe_Leichsenring">Uwe Leichsenring</a> saß bis zu seinem Tod ein Mitglied der Terroristen im sächsischen Landtag, was diese im Internet damit prahlen ließ, ihre Server ständen nun bei jemandem, der Immunität genieße.</p>

<p>Währenddessen werden die Taten des &#8220;Nationalsozialistischen Untergrunds&#8221; bei Polizei und Medien weiterhin unter dem drollig-rassistischen Begriff &#8220;Döner-Morde&#8221; verhandelt, was zeigt, aus welchem gesellschaftlichen Klima diese Taten stammen — direkt aus einem Land der Verharmloser und Nichtswisser, die aus ihrem Herzen die bekannte Kartoffel- und Sauerkrautmördergrube machen.</p>

<p>Wenn Journalistinnen und Journalisten sich zu den Hintergründen des plötzlich und völlig unerwartet aufgetauchten Nazi-Terrors informieren wollen und bei der seit Jahren als Expertin für rechtsextremen Terror arbeitenden thüringischen Landtagsabgeordneten <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Katharina_K%C3%B6nig">Katharina König</a> anrufen, werden sie dabei möglicherweise vom Verfassungsschutz abgehört. Ihr Telefon ist auf ihren Vater, den evangelischen Theologen und Stadtjugendpfarrer in Jena <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Lothar_K%C3%B6nig_(Theologe)">Lothar König</a> angemeldet, gegen den wegen seiner Teilnahme an einer Demonstration gegen Nazis in Dresden ein Verfahren wegen &#8220;aufwieglerischen Landfriedensbruch&#8221; läuft. <a href="http://netzpolitik.org/2011/die-razzia-bei-pfarrer-lothar-konig/">Kurz bevor Lothar König Redner auf der diesjährigen Demonstration &#8220;Freiheit statt Angst&#8221; war, gab es eine Razzia in seinem Büro durch etwa 25 bewaffnete Polizeibeamte einer sächsischen Beweissicherungs- und Festnahmeeinheit</a>. Ein Interesse am rechten Terror scheint bei den Verfassungsschützern zumindest nicht auf dem Gebiet der Strafverfolgung zu bestehen: <a href="http://www.berliner-zeitung.de/politik/thueringen-der-verfassungsschutz-subventionierte-die-neonaziszene,10808018,11142588.html">In Thüringen subventioniert der Verfassungsschutz seit Jahren die rechte Szene</a>, obwohl deren Gefährlichkeit auch durch die Arbeit von Lothar König und der Jungen Gemeinde bekannt ist. Über die Neonazi-Szene in Thüringen um 1997/98 stellte die Junge Gemeinde vor einigen Tagen <a href="http://vimeo.com/31787025">ein dokumentierendes Video ins Netz</a>.</p>

<p>Ich möchte, dass sich etwas grundlegend ändert. Ich möchte, dass die staatliche finanzielle und logistische Unterstützung von Nazi-Terror sofort beendet wird. Ich möchte, dass die staatliche Repression und Einschüchterung gegen Nazi-Gegner aufhört. Ich will, dass die völlig gescheiterte Extremismuspolitik von Ministerin Schröder beendet wird. Ich wünsche mir, dass offen über eine Auflösung des Bundesamtes und der Landesämter für Verfassungsschutz debattiert wird, die offensichtlich in den letzten Jahren den rechten Terror unterschätzt oder gar unterstützt haben. Ich halte das alles nicht für übertrieben aufgeregte oder gar linksradikale Forderungen. Ich halte sie angesichts der Gesamtlage für dringend notwendige Beiträge zur Wiederherstellung eines zivilisatorischen Mindeststandards.</p>
]]></content>
  </entry>
  
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    <title type="html"><![CDATA[Pepero Day]]></title>
    <link href="http://johl.github.com/blog/2011/11/11/pepero-day/"/>
    <updated>2011-11-11T13:36:00+01:00</updated>
    <id>http://johl.github.com/blog/2011/11/11/pepero-day</id>
    <content type="html"><![CDATA[<p>Heute ist der 11.11.11. Damit seid ihr dabei, wenn der Pepero Day begangen wird, zumindest in Korea, wo man sich an diesem Tag mit <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Pepero">Schokolade ummantelte Stäbchen</a> schenkt. Aufgrund der Form des Datums (&#8220;11&#8221; sieht nun mal aus wie wie zwei Sckokostäbchen) feiern wir dieses Jahr sogar den extrem seltenen und nur alle tausend Jahre einmal vorkommenden &#8220;Millenium Pepero Day&#8221;. Alle Details zu diesem wichtigen Feiertag vermittelt das folgende Video:</p>

<iframe width="560" height="315" src="http://www.youtube.com/embed/4SwV5YfnJ6E" frameborder="0" allowfullscreen></iframe>

]]></content>
  </entry>
  
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    <title type="html"><![CDATA[Memepunk, ein glücklicherweise weniger bekanntes literarisches Genre]]></title>
    <link href="http://johl.github.com/blog/2011/11/08/memepunk/"/>
    <updated>2011-11-08T14:16:00+01:00</updated>
    <id>http://johl.github.com/blog/2011/11/08/memepunk</id>
    <content type="html"><![CDATA[<p><em>Wir befinden uns in einer alternativen historischen Zeitlinie, in der Dampfmaschinen mit dem aus Internethumor gewonnenen Druck angetrieben werden. Möglicherweise auch in einer düsteren, nicht allzu fernen Zukunft voller Drogen, Computer, Straßensamurai und Lachkatzen, wer weiss das schon.</em></p>

<p>&#8220;FFFFFFUUUUUUUUUU-&#8221; entfuhr es ihr, als sie die letzten Tage Revue passieren liess. Boxxy hatte sie unter zur Hilfenahme einer Menge falscher Versprechungen beauftragt, in die Nachbarschaft von Candy Mountain zu reisen, um in einer Lagerhalle ein Ablenkungsmanöver gegen einen als Rainbow Dash verkleideten Mafioso durchzuführen. Zunächst schien alles nach Plan zu verlaufen. Ihr Ziel war mäßig von Tentakelmonstern geschützt. Doch die Lagerhalle war leer gewesen, von dem herumwehenden Tumbleweed abgesehen. FOREVER ALONE.</p>

<p>Da hörte sie Schritte, oder vielmehr ein Tippeln von Pfoten. Als sie sich umdrehte, blickte sie direkt in das Gesicht des verschlagenen Yakuza, der sich mit einem auf den Rücken geschnallten Toast und einem Regenbogenschweif getarnt hatte. &#8220;Nyan!&#8221; höhnte er sie in seiner unverständlichen Mondsprache an. &#8220;Es ist Freitag, Freitag! Gestern war Donnerstag, Donnerstag!
Morgen ist es Samstag und danach kommt Sonntag!&#8221; Sie wusste, dass sie eine Woche verloren hatte.</p>

<p><img class="left" src="http://f.cl.ly/items/1i331S3F0X0m391r0z1S/meme.jpeg" width="500" height="500" title="Memetik" >
Ihrem Auftraggeber berichtete sie per Rohrpost, wie ein Boss. &#8220;Hasser werden hassen&#8221; kabelte Boxxy zurück, hinter sieben Proxies sitzend und mit mächtiger Verschlüsselungssoftware ausgestattet. Nichts war mehr sicher. Sie war sich nicht sicher, ob sie Mensch war oder Tänzer. Möglicherweise gab es aber vor Ort gibt es auch eine Gruppe von Pedobären, deren Unterstützung sie gewinnen konnte, wenn sie ihnen half, über 9000 Gigapuddings zu stehlen. Ja, so müsste es klappen. Sie schaute auf die membetriebene Sonnenuhr an ihrem Handgelenk und wusste, dass ihr nur noch Stunden blieben. Der Showdown sollte um Punkt 12 auf einer Baustelle stattfinden. Sie zitterte angesichts des bevorstehenden Kampfes, denn es war schon in ihrer Jugend nicht immer gut ausgegangen. Sie war damals in ein ganz kleines Scharmützel geraten und ihre Mutter hatte Angst bekommen und sagte: &#8220;Du ziehst zu deiner Tante und Onkel nach Bel-Air&#8221;. Tränen kullerten ihr von der Wange. Es war hoffnungslos. Es war dem Feind gelungen, die Front in breiter Formation zu durchbrechen. Im Süden hatt der Gegner Zossen genommen und stieß auf Stahnsdorf vor. Der Feind operierte jetzt am nördlichen Stadtrand zwischen Frohnau und Pankow, und im Osten war der Feind bis zur Linie Lichtenberg, Mahlsdorf, Karlshorst gelangt.</p>

<p>Aber mit dem Angriff schlecht plagiierter, mäßig lustiger und über Gebühr strapazierter Meme würde das alles in Ordnung kommen.</p>
]]></content>
  </entry>
  
  <entry>
    <title type="html"><![CDATA[Algorithmische Gedichte und das Urheberrecht]]></title>
    <link href="http://johl.github.com/blog/2011/11/05/algorithmische-gedichte-und-das-urheberrecht/"/>
    <updated>2011-11-05T01:19:00+01:00</updated>
    <id>http://johl.github.com/blog/2011/11/05/algorithmische-gedichte-und-das-urheberrecht</id>
    <content type="html"><![CDATA[<ol>
<li><blockquote><p><b>Hunderttausend Milliarden Gedichte</b> (frz.: <i>Cent Mille Milliards de Poèmes</i>) ist ein experimentelles Ensemble von zehn <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Sonett" title="Sonett">Sonetten</a>, das 1961 von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Raymond_Queneau" title="Raymond Queneau">Raymond Queneau</a> publiziert wurde. Sonette haben vierzehn Zeilen. Die Sonette dieses Werkes reimen sich nach dem Schema <i>abab abab ccd eed</i>. Das Besondere an diesen Sonetten von Raymond Queneau ist, dass in <i>allen</i> zehn Sonetten die a, b,c, usw. des Reim-Schemas für <i>dieselben</i> Zeilenendungen stehen, d.h. alle zehn Sonette sind nach demselben Reimschema gebaut, nicht nur insofern als sie Sonette sind, sondern auch insofern als sie alle zehn in den entsprechenden Versen immer übereinstimmende Endungen haben, sodass jede beliebige 1. Zeile (aus den zehn 1. Zeilen) mit jeder beliebigen 2. Zeile (aus den zehn 2. Zeilen) kombiniert mit jeder beliebigen 3. Zeile (aus den zehn 3. Zeilen), usw. usf., bis zu einer beliebigen 14. Zeile (aus den zehn 14. Zeilen) wieder ein (bezüglich des ganzen Reimschemas) korrekt geformtes Sonett ergeben. Das ergibt 10<em>10</em>10<em>&#8230;</em>10 = 10<sup>14</sup> (= 100&#8217;000&#8217;000&#8217;000&#8217;000) Möglichkeiten — daher der Titel. Die einzelnen Verse sind <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Alexandriner_(Verslehre)" title="Alexandriner (Verslehre)">Alexandriner</a>.<br/>[&#8230;]<br/><strong>Da das Werk Eigenschaften von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hypertext" title="Hypertext">Hypertext</a> besitzt, würde sich eine Darstellung mit <a href="http://johl.github.com/wiki/Computer" title="Computer">Computerunterstützung</a> anbieten. Die aktuellen Rechteinhaber haben Webimplementationen Dritter jedoch bisher nicht zugestimmt. Am 5. Mai 1997 wurde ein Webseiteninhaber auf Antrag von Queneaus Sohn Jean-Marie Queneau und des Verlags Éditions Gallimard gerichtlich zur Entfernung des Inhalts gezwungen.</strong></p><footer><strong>Wikipedia: Hunderttausend Milliarden Gedichte</strong><cite><a href='http://de.wikipedia.org/wiki/Hunderttausend_Milliarden_Gedichte'>de.wikipedia.org/wiki/&hellip;</a></cite></footer></blockquote></li>
<li>Im November 2007 hielt ich auf Englisch einen Vortrag zum Thema &#8221;<em>Why machines should generate literature so humans don&#8217;t have to</em>&#8221; in Wien als Teil des Symposiums &#8221;<em>Ghost in the Machine</em>&#8221; auf der <a href="http://www.roboexotica.org/">Roboexotica</a> 2007. <a href="http://www.boingboing.net/2007/11/29/cocktail-robotics-fe-1.html">Boingboing</a> (deren Co-Autor Cory Doctorow ebenfalls mit mir zusammen bei dem Symposium vortrug) schrieb darüber und zeigte meine einzige Folie im Vortrag mit einem Rechtschreibfehler. Nie lagen Ruhm und Peinlichkeit so nah zusammen.
Eine Aufzeichnung des Vortrags gibt es im MP3-Format <a href="http://www.roboexotica.org/audio/Ghost_In_The_Machine_Ohlig.mp3">hier</a>. Mittlerweile ist der Vortrag auch in Buchform <a href="http://www.turia.at/titel/ballh_g.html">in einer Aufsatzsammlung</a> erschienen.</li>
</ol>

]]></content>
  </entry>
  
  <entry>
    <title type="html"><![CDATA[Koreanische Esskultur]]></title>
    <link href="http://johl.github.com/blog/2011/11/01/koreanische-esskultur/"/>
    <updated>2011-11-01T21:59:00+01:00</updated>
    <id>http://johl.github.com/blog/2011/11/01/koreanische-esskultur</id>
    <content type="html"><![CDATA[<p><em>Ich wurde gebeten, für eine Veranstaltung der Botschaft der Republik Korea ein paar Worte für deutsche Leserinnen und Leser zu schreiben, um die koreanische Esskultur knapp zu erklären. Damit der schnell geschriebene Text nicht in der Versenkung verschwindet, packe ich ihn einfach mal hier in dieses Blog.</em></p>

<p><img class="left" src="http://f.cl.ly/items/2F2t123R0U460g2g3c1y/198993251_e42543b430_o.jpg" width="500" height="500" title="Koreanische Esskultur" >
Die koreanische Esskultur hat, bedingt durch die Geschichte und Geographie des Landes, auf den ersten Blick einige Gemeinsamkeiten und bemerkenswerte Unterschiede zu den ostasiatischen Nachbarn. Das Essen ist oft feurig scharf und kräftig — Chili und Knoblauch prägen den Geschmack koreanischer Speisen.
Grundlage einer koreanischen Mahlzeit ist der gekochte Reis (<em>bap</em>), der so wichtig und zentral für die Ernährung ist, dass er synonym für Essen allgemein verwendet wird: Wenn Koreaner einander fragen, ob sie schon zu Mittag gegessen haben, fragen sie &#8220;Hast du Reis gegessen?&#8221;</p>

<p>Neben dem Reis gehört zu einer koreanischen Mahlzeit eine Suppe und eine reiche Auswahl an Beilagen (<em>banchan</em>). Je nach Anzahl der servierten Beilagen bezeichnet man das Arrangement auf dem Esstisch als 3 <em>cheop</em>, 5 <em>cheop</em>, 7 <em>cheop</em>, 9 <em>cheop</em> oder 12 <em>cheop bansang</em>. 12 <em>cheop</em> ist in Korea für die traditionelle königliche Hofküche reserviert.</p>

<p>Unter den <em>Banchan</em>-Beilagen ist <em>Kimchi</em> am bedeutendsten. <em>Kimchi</em> ist eingelegtes und milchsauer vergorenes Gemüse (ähnlich dem deutschen Sauerkraut), das mit Salz und Chilipulver gewürzt wird und häufig aus Chinakohl zubereitet wird. <em>Kimchi</em> ist bei koreanischen Mahlzeiten so essenziell als <em>Banchan</em>, dass einige Koreaner ein Essen ohne <em>Kimchi</em> nicht als vollständige Mahlzeit ansehen. Ausser aus Chinakohl wird <em>Kimchi</em> auch aus anderen Gemüsen zubereitet, etwa Frühlingszwiebeln, Rettich oder Gurken. Der scharfe Geschmack von Chili, der so charakteristisch für die koreanische Küche ist, kam allerdings erst im 16. Jahrhundert dazu: portugiesische Seefahrer brachten die Chilischote aus Amerika auf die koreanische Halbinsel, wo sie begeistert aufgenommen wurde — zumindest begeisterter als die Versuche, die Bevölkerung zum Christentum zu missionieren.
Neben dem <em>Kimchi</em> wird als <em>Banchan</em> oft <em>Namul</em> serviert: <em>Namul</em> nennt man gedünstetes, mariniertes, oder im Wok gebratenes Gemüse, das etwa mit Sesamöl, Salz, Essig, gehacktem Knoblauch, Frühlingszwiebeln, getrocknetem Chili oder Sojasauce gewürzt wird.</p>

<p>Hauptgerichte bestehen oft aus gebratenem Fleisch, wobei Rind, Schwein und Geflügel in Korea verzehrt werden. Marinierte Rippchen (<em>Galbi</em>) oder marinierte Fleischstreifen (<em>Bulgogi</em>) werden dabei oft am offenen Grill gebraten. Daneben schätzen Koreaner vor allem Fisch und Meeresfrüchte wie Oktopus oder Kalmar. In den buddhistischen Klöstern Koreas hat sich daneben auch eine eigene rein vegetarische Küche entwickelt.</p>

<p>Traditionell wird auf dem von der koreanisch Fußbodenheizung <em>Ondol</em> geheizten Boden sitzend von einem niedrigen Tisch gegessen. Dabei werden wie in anderen ostasiatischen Ländern Essstäbchen verwendet, die in Korea allerdings häufig aus Metall sind. Neben den Stäbchen wird im Unterschied etwa zu China und Japan unbedingt auch ein Metalllöffel gedeckt. Beim Essen werden soziale Regeln gepflegt, wenn man sich gegenseitig Getränke einschenkt und sich gemeinsam an den Beilagen der Tafel bedient. Koreanische Mahlzeiten spiegeln damit den Charakter der koreanischen Gesellschaft wieder: in ihrem dynamischen und feurigen Geschmack finden sich die ästhetischen Vorlieben der traditionellen Kunst, die anders als etwa die extreme Reduziertheit japanischer Ästhetik sehr lebhaft ist, ebenso wie sich in den Regeln und Hierarchien bei der Einnahme der Speisen die konfuzianische Gesellschaftsordnung beim Essen als sozialer Handlung erkennen lässt.</p>
]]></content>
  </entry>
  
  <entry>
    <title type="html"><![CDATA[LiquidFeedback der Piratenpartei unter Python mit der API abrufen]]></title>
    <link href="http://johl.github.com/blog/2011/10/31/letzte-initiativen-im-liquidfeedback-der-piratenpartei/"/>
    <updated>2011-10-31T11:16:00+01:00</updated>
    <id>http://johl.github.com/blog/2011/10/31/letzte-initiativen-im-liquidfeedback-der-piratenpartei</id>
    <content type="html"><![CDATA[<div><script src='https://gist.github.com/1327231.js?file='></script>
<noscript><pre><code>import requests, json # ggf. requests (http://docs.python-requests.org/en/latest/index.html) installieren mit 'pip install requests'
base_url = &quot;https://lqfb.piratenpartei.de/pp/&quot; # oder einen anderen Basis-URL für eine andere LQFB-Instanz
key = &quot;xxxxxxx&quot; # Zu finden unter https://lqfb.piratenpartei.de/pp/member/developer_settings.html
r = requests.get(base_url + &quot;/api/initiative.html?key=&quot; + key + &quot;&amp;api_engine=json&quot;)
initiatives = json.loads(r.content)
print &quot;Letzte Initiativen: &quot;
for initiative in initiatives:
    print initiative[&quot;name&quot;]</code></pre></noscript></div>


<p>Lesenswert dazu:</p>

<ul>
<li><a href="http://www.maha-online.de/blog/2011/10/23/kleiner-spickzettel-cheat-sheet-fur-liquid-feedback/">Kleiner Spickzettel (Cheat Sheet) für Liquid Feedback von Martin Haase</a></li>
<li><a href="http://www.public-software-group.org/liquid_feedback_frontend_api">LiquidFeedback API</a></li>
<li><a href="http://demokratiepiraten.blogspot.com/2011/10/magisterarbeit-liquid-democracy-in-der.html">Innerparteiliche Demokratie in der Piratenpartei: Magisterarbeit</a></li>
</ul>

]]></content>
  </entry>
  
  <entry>
    <title type="html"><![CDATA[Phaidros und Sokrates treffen sich im Internet]]></title>
    <link href="http://johl.github.com/blog/2011/10/27/phaidros-und-sokrates/"/>
    <updated>2011-10-27T15:55:00+02:00</updated>
    <id>http://johl.github.com/blog/2011/10/27/phaidros-und-sokrates</id>
    <content type="html"><![CDATA[<p>Sokrates: Mein lieber Phaidros, wohin denn und woher?</p>

<p>Phaidros: Von Lysias, o Sokrates, dem Sohne des Kephalos. Und nun gehe ich spazieren vor die Stadtmauer hinaus. Denn ich habe vom frühen Morgen an die ganze Zeit dort sitzend zugebracht. Dabei folge ich deinem und meinem Freund Akumenos und mache meine Spaziergänge auf der Straße; denn, versichert er, diese seien gesünder als in den bedeckten Hallen.</p>

<p>Sokrates: Und mit Recht sagt er das, mein Freund! – Also war Lysias, wie es scheint, in der Stadt?</p>

<p>Phaidros: Ja, beim Epikrates, dort im Morychischen Hause, neben dem Olympion. Dort checkte er mit Foursquare ein.</p>

<p>Sokrates: Sag, hast du keine Sorge, wenn du arglos mir von Lysias berichtest, wo er sich aufgehalten und was er getan? Nun, da wir hier ins Internet sprechen, hört uns die ganze Welt. Mit welchem Recht entscheidest du, was Lysias will, was alle Welt erfährt?</p>

<p>Phaidros: Es hat mein lieber Lysias wohl ein Recht auf informationelle Selbstbestimmung, der hohe Rat zu Athen sprach es ihm und jedem freien Manne zu. Doch hat er auch ein Recht, der Nachwelt vorzuenthalten, was zu berichten wäre? Die Daten, die er einmal gab, sind nicht mehr seine, Geschichte sind sie geworden!</p>

<p>Sokrates: Mein Freund, soll denn das Recht der Geschichte schwerer wiegen als das eines Einzelnen? O Phaidros, ich müßte ja mich selbst vergessen haben, wenn ich den Phaidros nicht kennte! Aber das ist denn beides nicht der Fall. Gar wohl weiß ich, dass der, wenn er die Daten des Lysias sammelte, sie nicht nur ein mal loggte, sondern dass er sie sich öfters und wiederholt abrief, dieser aber ihm bereitwillig Folge leistete. Allein ihm war auch das nicht genügend, sondern zu guter Letzt hat er das Schriftchen zur Hand genommen und das, worauf er am meisten begierig war, noch nachgesehen. Und in diesem Geschäft vom frühen Morgen an sitzend, hat er sich endlich losgesagt, um einen Spaziergang anzutreten, so zwar, dass er, wie ich glaube, beim Hunde, die Daten schon auswendig wußte, wenn es nicht gar zu viele waren. Vor die Stadtmauer hinaus aber nahm er seinen Weg, um sie einzuüben. Da begegnete er nun dem Manne, der an der Sucht, Daten zu schauen, krank ist, und kaum hat er ihn erblickt, so freute er sich schon, dass er nun einen Mitschwärmer haben würde, und hieß ihn zugehen. Du sagst, du handelst für das Gute, Schöne und den Nutzen der Geschichte, doch weiss ich wohl, es treibt dich nur die eigene Gier, o postprivater Phaidros! Und auch ich selbst bin von der Gier erfasst, darum nur gibt es diese Regeln, die die Daten in die Schranken weisen.</p>

<p>Phaidros: Nein, keine Gier nach Geld und keine Schwatzsucht treibt mich an. Die Lieblichkeit der Daten selbst erfüllt mich. Wenn ich das Wahre, Gute, Schöne mehren will, so muss ich auch die Daten mehren! Nur durch den freien Fluß der Daten wird der freie Bürger frei, er kann sich bilden und die Welt begreifen. Wer Riegel vor die Daten schiebt, beschränkt den freien Menschen.</p>

<p>Sokrates: Doch mehrst du Wahres in der Welt, wenn du der Tyrannei die Daten wohlfeil zubereitest? Gewiss, der Rat dort in Athen ist weise, doch wird er es auf ewig sein? Wenn nun, was Zeus bewahre, der Rat ersetzt wird durch Tyrannen, so kann er schrecklicher und absoluter herrschen über uns als je vor ihm wohl die Tyrannis herrschte.</p>

<p>Phaidros: Wir wissen nicht, wohin die Welt sich wendet. Zur Freiheit jedes Bürgers, gespeist aus einem Quell der Daten aller Menschen, dem Wissen, das den Vätern noch unglaublich klang, oder der Tyrannei der Daten, die uns wie Schatten Tag und Nacht beherrschen. Und wo Beherrschung ist durch Daten, folgt die Beherrschung durch die Tyrannis bald. Ich weiss es nicht, o Sokrates. Ich weiss nur wohl, dass mein Herz ist erbrannt in Liebe, in knabenhafter Datenliebe zu dem, was eine schöne, neue Welt uns bietet. Der Mahner vor der Tyrannis der Datenschatten gibt es viele. Doch gibt es wen, der für die wahrhaft Verliebten zu den Daten spricht? Weisst du denn, Lehrer und Freund, welches die Richtung ist, die wir einschlagen?</p>

<p>Sokrates: Ich weiss, dass ich nichts weiss.</p>
]]></content>
  </entry>
  
  <entry>
    <title type="html"><![CDATA[Was vom RSS-Reader übrig blieb]]></title>
    <link href="http://johl.github.com/blog/2011/10/25/was-vom-rss-reader-brig-blieb/"/>
    <updated>2011-10-25T23:31:00+02:00</updated>
    <id>http://johl.github.com/blog/2011/10/25/was-vom-rss-reader-brig-blieb</id>
    <content type="html"><![CDATA[<p>Ein paar Links, die in den letzten Tagen an mir vorbeipurzelten:</p>

<ul>
<li><a href="http://anquestria.blogspot.com/">Anquestria, the &#8216;My Little Pony: Friendship is Magic&#8217; Angband variant</a>. <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Angband">Angband</a> ist ein Rogue-ähnliches Computer-Rollenspiel. Endlich ein klassisches, zeichenbasiertes Unix-Terminal-Spiel mit Ponies.</li>
<li><a href="http://www.webmonkey.com/2011/10/gate-one-puts-a-terminal-emulator-in-your-web-browser/">Gate One Puts a Terminal Emulator in Your Web Browser</a> Fetziger SSH-Terminal-Emulator.</li>
<li><a href="http://www.nytimes.com/2011/10/23/technology/at-waldorf-school-in-silicon-valley-technology-can-wait.html?_r=2&amp;src=me&amp;ref=general">A Silicon Valley School That Doesn’t Compute</a> Eine Waldorfschule in den USA, eine der wenigen. Ausgerechnet im Silicon Valley.</li>
<li><a href="http://www.krazydad.com/tutorials/circles/">Circles, Spirals and Sunflowers</a> Ein schönes HTML5/Canvas-Tutorial</li>
<li><a href="https://tools.ietf.org/html/draft-nottingham-http-new-status-02">Additional HTTP Status Codes</a> Entwurf für neue Statusnachrichten für HTTP</li>
<li><a href="http://www.sicher.org/2011/10/18/how-to-create-a-language-in-one-day/">How to create a language in one day</a> Linguistisch nicht der Oberkracher, aber ganz lustig, wenn man mal schnell eine Sprache erfinden muss (z.B. für ein Computerspiel). <a href="http://conlang.org/">Die &#8220;Language Creation Society&#8221;</a> hat linguistisch fundiertere Materialien.</li>
</ul>

]]></content>
  </entry>
  
  <entry>
    <title type="html"><![CDATA[Gute Technik, böse Technik — Evgeny Morozovs Abrechnung mit Jeff Jarvis]]></title>
    <link href="http://johl.github.com/blog/2011/10/23/evgeny-morozovs-abrechnung-mit-jeff-jarvis/"/>
    <updated>2011-10-23T13:32:00+02:00</updated>
    <id>http://johl.github.com/blog/2011/10/23/evgeny-morozovs-abrechnung-mit-jeff-jarvis</id>
    <content type="html"><![CDATA[<p><span class='pullquote-right' data-pullquote='Tatsächlich ist Morozov am überzeugendsten, wenn er die Schwächen im theoretischen Fundament von Jarvis aufzeigt. '>
Unter dem Titel <a href="http://www.tnr.com/print/article/books/magazine/96116/the-internet-intellectual">&#8220;The Internet Intellectual&#8221;</a> hat Evgeny Morozov eine lange Kritik an Jeff Jarvis&#8217; neuem Buch <a href="http://www.amazon.de/dp/1451636008/">&#8220;Public Parts: How Sharing in the Digital Age Improves the Way We Work and Live&#8221;</a> veröffentlicht.
Um eine Buchkritik handelt es sich aber nur dem Anschein nach. Vielmehr nimmt Morozov eine Abrechnung mit Jarvis&#8217; gesamten Denken vor. Jarvis wiederum <a href="https://plus.google.com/105076678694475690385/posts/3wCiudEEiUC">antwortet zunächst auf Google+</a> und <a href="https://docs.google.com/document/d/15TSxLP0It7mZoPNDIdUNqkPHoN2XYzSqyCCbdjm-2XM/mobilebasic?pli=1&hl=en_US">geht dann interlinear auf die Kritik ausführlich ein</a>. Eine öffentliche Diskussion findet statt.
Intelligente Kritik finde ich für die Debatte sehr wichtig und ich bin froh über die Form, in der sie hier geführt wird. Tatsächlich ist Morozov am überzeugendsten, wenn er die Schwächen im theoretischen Fundament von Jarvis aufzeigt. Die Ausführungen dazu, wie Jarvis die Habermasche Theorie vom <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Strukturwandel_der_%C3%96ffentlichkeit">Strukturwandel der Öffentlichkeit</a> für die eigene Zwecke ins Gegenteil verkehrt und instrumentalisiert,
nachdem er sie zunächst in einer simplifizierten  Form rezipiert hat, fand ich erhellend.
</span>
Jarvis muss zugeben, dass er hier theoretisch kein bisschen sattelfest ist:</p>

<blockquote><p>I make it clear in the book that I am no Habermas scholar; I started reading him for this project.</p><footer><strong>Jeff Jarvis</strong><cite><a href='https://plus.google.com/url?sa=z&n=1319389236656&url=http%3A%2F%2Fbit.ly%2FAnsweringMrGrumpy&usg=QpmLuT1Yv-3qIsq5CYntnFGLAWI.'>plus.google.com/&hellip;</a></cite></footer></blockquote>


<p>Bemerkenswert finde ich, dass hier Habermas zum Maß aller Dinge gemacht wird — zumindest in meiner ganz persönlichen Sicht auf den gegenwärtigen Stand im deutschsprachigen akademischen Diskurs
ist dessen Theorie von Privatsphäre und Öffentlichkeit aktuell zwar wichtig, aber letztendlich doch etwas altbacken und angestaubt. Ob durch die Übersetzung ins Englische das Wort von der &#8220;public sphere&#8221; vielleicht etwas reizvoller klingt,
etwa durch das Bild einer kugelfischartigen Form, die die &#8220;sphere&#8221; evoziert?</p>

<p>Auch beim Ausblenden der politischen Ökonomie des Internets durch Jarvis legt Morozov den Finger auf die richtigen Wunden:</p>

<blockquote><p>Neither Jarvis nor Clay Shirky—that other promoter of “Habermas for Dummies: The Web-Only Edition”—wants to grapple with the cultural consequences of the political economy of today’s Web. Instead they make an implicit assumption that today’s Internet companies will somehow prove more benign than all the corporate-controlled media that preceded them.</p><footer><strong>Evgeny Morozov</strong><cite><a href='http://www.tnr.com/print/article/books/magazine/96116/the-internet-intellectual'>www.tnr.com/print/article/books/&hellip;</a></cite></footer></blockquote>


<p>Zurecht weist Morozov auch auf die privilegierte Position von Jarvis hin, auch wenn Jarvis diesen Punkt durchaus thematisiert — bestückt mit einigen Privilegien lässt es sich eben leichter auf Privatsphäre verzichten.
<span class='pullquote-left' data-pullquote='Beide sind sie Träumer, Jarvis träumt einen optimistischen Traum vom Internet, Morozov einen pessimistischen. '>
Leider arbeitet sich Morozov aber auch mit wenig überzeugenden persönlichen Attacken (&#8220;clown credentials&#8221;) an Jarvis ab. Er stimmt mit den Grundthesen von Jarvis überein: Öffentlichkeit braucht eine Lobby,
Öffentlichkeit kann Gutes bewirken, das Internet hat das Potenzial zu weitreichenden gesellschaftlichen Veränderungen. Bei so viel Einigkeit stellt sich die Frage, woher die Energie kommt, Jarvis mit einer derartigen Breitseite zu attackieren.
Letztendlich sind sich Jarvis und Morozov in ihrer diametralen Entgegengesetztheit viel näher als dass sie von einander entfernt sind: Beide sind sie Träumer, Jarvis träumt einen optimistischen Traum vom Internet, Morozov einen pessimistischen. Bei beiden ist die jeweilige Rolle seit Jahren ein eingeübtes, ständig neu
variiertes Spiel, mit der sie ihre jeweiligen Fans überzeugen. Der Vorwurf, Jarvis sei &#8220;intellectually lazy&#8221; und nur auf die utopischen Qualitäten der Technologie versessen,
kann ebenso gut an Morozov, den ständigen Mahner vor den dunklen Seiten des Netzes, zurückgegeben werden:
</span></p>

<blockquote><p>And there is Morozov distilled to his essence. He is as one-dimensional on the topic of technology as he accuses me of being, only from the pessimistic side.</p><footer><strong>Jeff Jarvis</strong><cite><a href='https://plus.google.com/url?sa=z&n=1319389236656&url=http%3A%2F%2Fbit.ly%2FAnsweringMrGrumpy&usg=QpmLuT1Yv-3qIsq5CYntnFGLAWI.'>plus.google.com/&hellip;</a></cite></footer></blockquote>

]]></content>
  </entry>
  
  <entry>
    <title type="html"><![CDATA[Korrekturen]]></title>
    <link href="http://johl.github.com/blog/2011/10/22/korrekturen/"/>
    <updated>2011-10-22T18:47:00+02:00</updated>
    <id>http://johl.github.com/blog/2011/10/22/korrekturen</id>
    <content type="html"><![CDATA[<p><img class="left" src="http://www.oreilly.de/catalog/covers/hackerbrauseprger.s.gif">
In der Endphase befindet sich bei mir gerade das Korrekturlesen für <a href="http://www.oreilly.de/catalog/hackerbrauseprger/">ein kleines, feines Buch, das demnächst bei O&#8217;Reilly erscheint</a> und das ich zusammen mit zwei tollen Menschen geschrieben habe. Es handelt sich um ein Buch zum Thema Hackerbrause und ist quasi das Papier-Pendant zu unserem Blog <a href="http://hacker.brau.se/">hacker.brau.se</a>.
Über den Verlauf der Buchproduktion werde ich in den nächsten Tagen an dieser Stelle berichten.</p>
]]></content>
  </entry>
  
  <entry>
    <title type="html"><![CDATA[git blog — mein Zusatzkommando für Octopress]]></title>
    <link href="http://johl.github.com/blog/2011/10/22/git-blog--mein-zusatzkommando-fr-octopress/"/>
    <updated>2011-10-22T15:03:00+02:00</updated>
    <id>http://johl.github.com/blog/2011/10/22/git-blog&#8211;mein-zusatzkommando-fr-octopress</id>
    <content type="html"><![CDATA[<p>Für dieses Blog benutze ich <a href="http://octopress.org/">Octopress</a>, das &#8220;blogging framework for hackers&#8221;. Theoretisch
gibt es da auch ein <code>rake</code>-Kommando, um neue Posts abzusetzen (nämlich <code>rake new_post</code>), ich hatte allerdings schon ein halbfertiges Skript da, welches ich als <code>/usr/local/bin/git-blog</code>
gespeichert habe.</p>

<p>Mit diesem Skript wird ein neues Posting angelegt und mein Lieblingseditor geöffnet. Sobald es gespeichert ist, verfügt meine lokale Git-Installation über einen neuen Befehl, <code>git blog</code>.
Nifty, was?</p>

<figure class='code'><figcaption><span>/usr/local/bin/git-blog  </span></figcaption>
 <div class="highlight"><table><tr><td class="gutter"><pre class="line-numbers"><span class='line-number'>1</span>
<span class='line-number'>2</span>
<span class='line-number'>3</span>
<span class='line-number'>4</span>
<span class='line-number'>5</span>
<span class='line-number'>6</span>
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<span class='line-number'>8</span>
<span class='line-number'>9</span>
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<span class='line-number'>13</span>
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<span class='line-number'>16</span>
<span class='line-number'>17</span>
<span class='line-number'>18</span>
<span class='line-number'>19</span>
<span class='line-number'>20</span>
</pre></td><td class='code'><pre><code class='sh'><span class='line'><span class="c">#!/bin/sh</span>
</span><span class='line'><span class="k">if </span><span class="nb">test</span> <span class="nv">$# </span>-eq 0; <span class="k">then</span>
</span><span class='line'><span class="k">  </span><span class="nb">echo</span> <span class="s2">&quot;blog title required&quot;</span> <span class="o">&amp;&amp;</span> <span class="nb">exit </span>1
</span><span class='line'><span class="k">else</span>
</span><span class='line'><span class="k">    </span><span class="nb">cd</span> <span class="k">$(</span>git config blog.path<span class="k">)</span>
</span><span class='line'>    <span class="nv">title</span><span class="o">=</span><span class="nv">$@</span>
</span><span class='line'>    <span class="nv">date</span><span class="o">=</span><span class="sb">`</span>date +<span class="s2">&quot;%Y-%m-%d %H:%M&quot;</span><span class="sb">`</span>
</span><span class='line'>    <span class="nv">filename</span><span class="o">=</span><span class="s2">&quot;_posts/$(date +&quot;</span>%Y-%m-%d<span class="s2">&quot;)-$(echo $@|sed -e &#39;s/[^ -~]//g&#39;|sed -e &#39;s/ /-/g&#39;|sed -e &#39;y/ABCDEFGHIJKLMNOPQRSTUVWXYZ/abcdefghijklmnopqrstuvwxyz/&#39;).markdown&quot;</span>
</span><span class='line'>    <span class="k">if</span> <span class="o">[</span> ! -f <span class="nv">$filename</span> <span class="o">]</span>;
</span><span class='line'>        <span class="k">then</span>
</span><span class='line'><span class="k">            </span><span class="nb">echo</span> <span class="s2">&quot;---&quot;</span> &gt;&gt; <span class="nv">$filename</span>
</span><span class='line'>            <span class="nb">echo</span> <span class="s2">&quot;layout: post&quot;</span> &gt;&gt; <span class="nv">$filename</span>
</span><span class='line'>            <span class="nb">echo</span> <span class="s2">&quot;title:&quot;</span> <span class="nv">$title</span> &gt;&gt; <span class="nv">$filename</span>
</span><span class='line'>            <span class="nb">echo</span> <span class="s2">&quot;date: &quot;</span> <span class="nv">$date</span> &gt;&gt; <span class="nv">$filename</span>
</span><span class='line'>            <span class="nb">echo</span> <span class="s2">&quot;comments: true&quot;</span> &gt;&gt; <span class="nv">$filename</span>
</span><span class='line'>            <span class="nb">echo</span> <span class="s2">&quot;categories:&quot;</span> &gt;&gt; <span class="nv">$filename</span>
</span><span class='line'>            <span class="nb">echo</span> <span class="s2">&quot;---&quot;</span> &gt;&gt; <span class="nv">$filename</span>;
</span><span class='line'>        <span class="k">fi</span>
</span><span class='line'>    <span class="k">$(</span>git config core.editor<span class="k">)</span> <span class="nv">$filename</span>
</span><span class='line'><span class="k">fi</span>
</span></code></pre></td></tr></table></div></figure>


<p>Vorher sollte noch <code>git</code> konfiguriert werden. Dabei sollte das <code>blog.path</code>-Verzeichnis das sein, in dem sich das <code>_posts</code>-Verzeichnis befindet (bei Octopress ist das unterhalb von <code>source</code>):</p>

<figure class='code'><div class="highlight"><table><tr><td class="gutter"><pre class="line-numbers"><span class='line-number'>1</span>
<span class='line-number'>2</span>
</pre></td><td class='code'><pre><code class=''><span class='line'>$ git config --global blog.path /pfad/zu/meinem/octopress
</span><span class='line'>$ git config --global core.editor /pfad/zu/meinem/lieblingseditor</span></code></pre></td></tr></table></div></figure>


<p>Wer Lust hat, kann sich danach noch einen <code>git</code>-Befehl namens <code>git blog-deploy</code> anlegen:</p>

<figure class='code'><figcaption><span>/usr/local/bin/git-blog-deploy  </span></figcaption>
 <div class="highlight"><table><tr><td class="gutter"><pre class="line-numbers"><span class='line-number'>1</span>
<span class='line-number'>2</span>
<span class='line-number'>3</span>
<span class='line-number'>4</span>
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<span class='line-number'>7</span>
<span class='line-number'>8</span>
<span class='line-number'>9</span>
<span class='line-number'>10</span>
</pre></td><td class='code'><pre><code class='sh'><span class='line'><span class="c">#!/bin/sh</span>
</span><span class='line'><span class="nb">cd</span> <span class="k">$(</span>git config blog.path<span class="k">)</span>
</span><span class='line'>git add _posts/
</span><span class='line'>git status | grep <span class="s2">&quot;Changes to be committed:&quot;</span>
</span><span class='line'><span class="k">if </span><span class="nb">test</span> <span class="nv">$?</span> -eq 0; <span class="k">then</span>
</span><span class='line'><span class="k">    </span>git commit -a -m <span class="s2">&quot;Automatically commited.&quot;</span>
</span><span class='line'>    <span class="nb">cd</span> .. <span class="o">&amp;&amp;</span> <span class="sb">`</span>cat <span class="k">$(</span>git config blog.path<span class="k">)</span>/../.rvmrc<span class="sb">`</span> rake generate <span class="o">&amp;&amp;</span> <span class="sb">`</span>cat <span class="k">$(</span>git config blog.path<span class="k">)</span>/../.rvmrc<span class="sb">`</span> rake deploy
</span><span class='line'><span class="k">else</span>
</span><span class='line'><span class="k">    </span><span class="nb">exit</span>
</span><span class='line'><span class="k">fi</span>
</span></code></pre></td></tr></table></div></figure>


<p>Ach ja. Nebenbei bemerkt: Hallo Welt!</p>
]]></content>
  </entry>
  
</feed>

